In den USA kann man Bitcoin ab sofort auch essen

Foodler.com, ein Webseite die Online-Bestellungen für Restaurants und Lieferservices abwickelt, akzeptiert jetzt Bitcoin. Damit man das besser einordnen kann: Foodler arbeitet mit über 12.000 Restaurants zusammen und hat einen ähnlichen Trafficrank wie Joeys.de, jedoch etwas schlechter als Lieferando.de.
Das Argument, dass man mit Bitcoins überhaupt nichts kaufen kann, verliert damit zunehmend an Durchschlagskraft.

Apropos: Bei Lieferando.de wurde kürzlich schon angefragt, was sie denn von Bitcoin halten. Vielleicht ändern sie jetzt ihre Meinung…

HashCash-Erfinder im Bitcoin Forum gesichtet

Adam Back, der Erfinder von Hashcash, dem Proof-of-work System, das in Bitcoin verwendet wird, hat sich kürzlich im Bitcoin Forum angemeldet und startet direkt eine Diskussion darüber, ob der von ihm erfundene Algorithmus nicht besser zusammen mit dem in Litecoin verwendeten Scrypt benutzt werden sollte. Lesenswerter Thread für den technisch interessierten Leser, wenn auch ohne unmittelbare praktische Relevanz für die nähere Zukunft.

Leichter Einstieg mit Bitcoin-QT

Bitoin-QT ist  trotz des langen Blockchain-Downloads für neue User meiner Meinung nach immer noch erste Wahl unter den Desktop-Clients. Das Programm ist relativ selbsterklärend, stabil und hat zunächst einmal alle Features, die wirklich nötig sind. Der Einstieg ist also eigentlich … Weiterlesen

Fefe findet: Bitcoin ist Umweltverschmutzung!!1!

Bloomberg hat kürzlich festgestellt: Mining braucht ja Strom!!. In Deutschland hat das Fefe – der Bitcoin nicht so recht mag, dem bis dato aber auch noch keine geistreiche Kritik eingefallen ist – aufgegriffen, um Bitcoin mal wieder en passant negativ zu erwähnen.

Leider ist das von allen Seiten Journalismus in bester DPA-Copy/Paste-Manier – bloss keine Fakten prüfen. Erstens basiert die Rechnung, die auf die 982 Megawattstunden kommt, auf schlechten Daten. Blockchain.info nimmt nämlich nach wie vor für diese Rechnung an, dass die aktuelle Hashrate mit der durchschtlichen Effizienz der üblicherweise verwendeten GPUs erzeugt wird.

Zweitens ist die ganze Argumentation intellektuell unredlich, weil sie einen eventuellen Gegenwert überhaupt nicht in Betracht zieht. Denn effektiv kostet mehr oder weniger alles Energie. Als Beispiel sei mal auf diese Jungs hier hingewiesen. Da sind über zehntausend Leute und 2650 Spezialfahrzeuge ausschließlich damit beschäftigt, buntes Papier in der Gegend rumzukarren. Wenn man das einem Ausserirdischen erzählte, würde der auch denken, wir sind alle total beknackt. Tatsächlich sind sowohl die paar Geldtransporter genau wie die paar Million Euro, die Bitcoin an Elektrizität momentan verbrezelt, global gesehen Kleingeld. Das globale Finanzsystem ist ein extrem teures und komplexes Konstrukt. Den Wert und die Effizienz von Bitcoin innerhalb dieses Systems jetzt zu beurteilen ist unsinnig. Bitcoin ist sowohl von den Kosten als auch vom Nutzen weltwirtschaftlich noch völlig irrelevant.

Solche Rechnungen, selbst wenn sie gewissenhafter durchgeführt werden, haben deshalb bestensfalls Stammtischniveau. Ich kann auch so eine Rechnung aufstellen: Mit aktuell realistisch geschätzen ca. 100.000$ Stromkosten und einem Transaktionvolumen >42 Mio. USD betragen die Kosten von Bitcoin ca. 0,24% der bewegten Geldmenge. Neue Schlagzeile: „Bitcoin 20x so gut wie Paypal!!!“. Fakten? Ungenau! Relevanz? Egal! Entertainment? Yay!

Heise entdeckt Litecoin

Heise berichtet heute zum ersten mal über Ableger von Bitcoin.Für alle, die erwägen jetzt in Litecoin zu investieren, möchte ich ein paar ein paar Probleme von Litecoin zur Sprache bringen. Erstens fehlt das aktive Entwicklerteam. An Bitcoin arbeiten viele verschiedene Leute mit, entsprechend kriegen auch mehr Leute neuen Code zu sehen. Dass erhöht die Sicherheit gegenüber Fehlern und absichtlichen Manipulationen. Zweitens bringt die höhere Blockrate das Problem mit sich, dass die Wahrscheinlichkeit, gleichzeitig Blöcke zu erzeugen, bevor sie sich im Netzwerk ausbreiten konnten, erheblich höher ist. Das bedeutet, dass Litecoin-Miner häufiger an einer „falschen“ Blockchain arbeiten, weil sich Blöcke einfach nicht schnell genug im Netz ausbreiten und statistisch gesehen schnell hintereinander erzeugte Blöcke bei Litecoin häufiger auftreten. Drittens ist natürlich die Inflation noch wesentlich höher, was zwangsläufig am Preis nagen muss. Insgesamt fehlt mir aber auch einfach die Innovation. Litecoin ist Bitcoin immer noch extrem ähnlich, nur dass Bitcoin eben schon erheblich höhere Akzeptanz hat. Ich kann mir momentan kein Szenario ausdenken, das dazu führt, dass Litecoin Erfolg hat, Bitcoin aber nicht. Andersum kann Litecoin aber durchaus wieder verschwinden, ohne dass Bitcoin irgendwelchen Schaden nimmt. Insofern ist es schlicht risikoreicher in Litecoin zu investieren, Vorteile hingegen gibt es kaum.

Bitcoin Foundation passt Beiträge an

Die Bitcoin Foundation hat jetzt auf die Kursanstiege reagiert und die Mitgliedsbeiträge radikal reduziert. Die neuen Beiträge entsprechen ca. 5% (Lifetime) bzw. 4% (Jahresmitgliedschaft) des alten Wertes. Ein Jahr in die Foundation reinschnuppern kostet also noch 0.1 BTC statt vorher 2.5 BTC – und ist damit wieder etwa so teuer wie im Dezember. Damit setzt die Bitcoin Foundation natürlich auch ein relativ deutliches Zeichen, dass sie den aktuellen Kurswert nicht für überbewertet hält.

Inzwischen kann man auch nachlesen, welche Vorteile mit der Firmenmitgliedeschaft verbunden sind. Der Größte ist sicherlich, zusammen mit ganz wenigen anderen Leuten ein Vorstandsmitglied zu wählen und damit die Ausrichtung der Foundation aktiv mitgestalten zu können.

IgMarkets bietet Bitcoin Optionen an

Leider noch ohne offizielle Ankündigung, aber es gibt einen Screenshot der Handelsplattform mit Bitcoin-Optionshandel. Ich kenne die nicht, aber ich bin auch kein Trader. Wikipedia sagt, die sind Marktführer. Ich könnte natürlich prognostizieren, dass daraufhin jetzt der Kurs steigt, aber das ist ja momentan in etwa so gewagt wie die Prognose, dass Bayern Meister wird.

MtGox wird mit DDOS und Kundenandrang geärgert

Hier informiert MtGox, warum es wieder zu Verzögerungen bei der Ausführung von Trades kommt. Kurz gefasst: es versucht sich mal wieder jemand an DDOS-Angriffen und sie haben viel zu viele Neukunden, die alle traden wollen. Sie haben dazu auch Zahlen gebracht: Letztes Jahr hatten sie im Schnitt 9.000-10.000 neue Accounts pro Monat, im März waren es 57.000.

Jetzt wird Bitcoin schon von der Kunst heimgesucht

Falls es jemand noch nicht kennt: http://www.listentobitcoin.com/

Je nach Persönlichkeitsstruktur sehr entspannend oder extrem nervtötend. Hat also Potential, demnächst in jeder zweiten Kunstausstellung verteten zu sein. Die spirituelle Reinheit des Blockchain.info Transaktionstickers erreicht es allerdings nicht ganz. Lezterer ist in etwa das Bitcoin-Äquivalent zu wortkargem ins-Lagerfeuer-starren.

BitPay gibt aktuelle Zahlen raus

Hauptsächlich wollte BitPay mitteilen, dass sie die Gebühren gesenkt haben. Für Händler, die automatisch in Euro oder Dollar umtauschen wollen, ist Bitpay jetzt erheblich günstiger. Ineressant sind aber vor allem die aktuellen Nutzzahlen und Umsätze, die in der Ankündigung enthalten sind. Laut eigenen Aussagen arbeitet BitPay inzwischen mit mehr als 4.000 Händler zusammen und hat allein im März zwei Millionen Dollar Umsatz gemacht. Zum Vergleich: Ihr Umsatz des gesamten letzten Jahres waren drei Million Dollar. Die Anzahl der Händler ist in den letzten zwei Monaten um 1.600 angestiegen.

Gerade in Zeiten, in denen der Kurs massiv steigt, kommt von Kritikern das Argument, dass das ja alles nur Spekulation sei und dahinter noch keine wirtschaftliche Aktivität stehe. An solchen Zahlen kann man aber recht gut sehen, dass inzwischen auch der Warenhandel exponentielles Wachstum aufweist. Bitcoin kann längst nicht mehr als reines Investmentvehikel bezeichnet werden.