Silkroad ist angeblich down, Betreiber verhaftet

Ein Materialwissenschaftler namens Ross William Ulbricht, der heute in San Francisco vom FBI verhaftet wurde, wird beschuldigt, den berühmt-berüchtigten Drogenhandelsplatz betrieben zu  haben. Silkroad war nur über TOR zugänglich und versuchte, die Identität seiner Nutzer möglichst gut zu schützen. Die Schätzungen über das Handelsvolumen gehen weit auseinander, aber ein monatlich einstelliger Millionenbetrag scheint derzeit am plausibelsten. Das FBI soll direkt die Server beschlagnahmt haben, dabei haben sie angeblich auch 26.000 Bitcoins sichergestellt. Klingt aber nach etwas viel, um die unverschlüsselt auf einem Server liegen zu lassen. Krebsonsecurity.com schildert detailliert, wie das FBI ihm auf die Spur gekommen ist. U.a. hat er teilweise als Admin selbst kein TOR benutzt, an einer Stelle eine Email-Adresse benutzt, die ihm zuzuordnen war und sich falsche Ausweise mit seinem Photo an die eigene Wohnadresse schicken lassen…

Der Bitcoinkurs ist als Reaktion auf diese Nachricht gerade ein bisschen am absaufen. Persönlich kann ich für die Zukunft von Bitcoin nichts negatives dran erkennen. Silkroad war schon immer eines der großen Imageprobleme von Bitcoin und inzwischen ist das Handelsvolumen über legitime Zahlungsdienstleister wie Bitpay schon so hoch, dass Silk Road sehr wahrscheinlich keinen allzu großen Anteil an den insgesamt mit Bitcoin getätigten Geschäften mehr gehabt haben wird.Andererseits denke ich aber, dass es solche Marktplätze immer wieder geben wird. Jede Währung, die keine Totalüberwachung ermöglicht, also auch nur das kleinste bisschen Privatsphäre bietet, wird immer auch Potential für illegale Geschäfte bieten.



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