Webmoney führt Bitcoin als virtuelle Währung ein

Webmoney, quasi das Paypal Russlands, nimmt seit gestern Einzahlungen in Bitcoin an. Webmoney arbeitet mit etwas merkwürdigen Währungsbezeichnungen, z.b. WMZ (Dollar) und WME (Euro). Bitcoin nennt sich hier WMX und 1 WMX = 0,001 BTC, was in der Bitcoinwelt in der Regel als Millibitcoin oder mBTC bezeichnet wird.Webmoney hat nach letztem Stand (Dez. 2010) 11 Millionen Kunden und arbeiten mit mehr als 10.000 Händlern zusammen, darunter die Spieleplattform Steam und der große Elektronikdiscounter DealExtreme mit kostenlosem Versand nach Deutschland.

Für Transaktionen mit Webmoney benötigt man kein Bankkonto und sie sind in der Regel – bis auf erwiesene Scams – entgültig. Damit ist es von der Funktionsweise her erheblich kompatibler mit Bitcoin als Paypal.

Vor allem auf dem osteuropäischen Markt ist das natürlich ein Riesenschritt für Bitcoin. Webmoney nimmt zwar keine Kunden aus den USA, aber für den Rest der Welt erschließt das zumindest indirekt Steam und mit Dealextreme den ganzen Gadget- und Kleinelektronikmarkt.

Webmoney arbeitet im übrigen mit einer internen Börse, mit der man WMX in alle anderen Webmoney-Währungen umtauschen kann. Allerdings sind die Gebühren etwas höher als bei anderen Börsen (0,8%). Für hochfrequentes Trading ist das vermutlich ein bisschen viel, aber die Liquidität dürfte langfristig vermutlich gut genug sein, um als weitere Börse zu fungieren.



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